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Angesichts der großen Zweifel, die aufgrund verschiedener Mitteilungen zur wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit von Pumpspeicherkraftwerken besteht, versuche ich mithilfe von Wikipedia eine kurzen pädagogisch wertvollen Text zu formulieren:

Ein Pumpspeicherkraftwerk dient der Speicherung von elektrischer Energie durch Umwandlung in potentielle Energie von Wasser. Zu Zeiten, in denen ein “Überschuss” an elektrischer Energie vorhanden ist (in der Regel nachts), wird Wasser über Pumpen durch Rohrleitungen in ein hochgelegenes Speicherbecken gepumpt.
Die Leistung steht bei Bedarf innerhalb von Minuten zur Verfügung und kann in einem weiten Bereich flexibel geregelt werden. Dies ist ein Vorteil gegenüber konventionellen thermischen Kraftwerken, deren Leistung sich nur im Bereich von mehreren Stunden anpassen lässt. Diese Regelenergie wird sowohl zum Abfangen von Bedarfsspitzen als auch zum Abfangen plötzlicher Verbrauchseinbrüche eingesetzt.
Normale Wasserkraftwerke und thermische Kraftwerke wie Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke liefern möglichst konstante Leistung und können nur innerhalb von Stunden oder Tagen hoch- und heruntergefahren werden. Dadurch und bei Teillastbetrieb sind sie nicht  effizient. Gleichzeitig gibt es im Tages- und Wochenverlauf einen stark schwankenden Stromverbrauch. Daher ist der Betrieb von Pumpspeicherkraftwerken wirtschaftlich sinnvoll. Aber auch ökologisch, denn durch sie wird der Bau und Betrieb zusätzlicher Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke verhindert.

N.B. Natürlich verbraucht der Bau von einem solchen Kraftwerk Boden, denn der Stausee muss ausgehoben werden. Damit ist eine gewisse Zerstörung der Natur verbunden. Zu behaupten, der Strom aus Pumpspeicherwerken sei ein schmutziger Strom und verstärke den Verbrauch von Kohle und Uran, wird durch die ausgleichende Wirkung jedoch absolut widerlegt und ist somit eigentlich Demagogie. Stellt sich noch die Frage, ob wir in Südtirol den Bau eines solchen Kraftwerks zulassen sollen, um den Bau von neuen Kohlekraftwerken anderswo zu verhindern. Oder ob wir besser daran tun, das zu verhindern, da jeder Meter unseres sensiblen naturbelassenen Gebietes schützenswerter ist. Eine solche Diskussion ist es sicher wert, geführt zu werden. Aber sachlich.

Die Firma Tremonti Bau Costruzioni d. Cherubin Oberholzner & Co. KG*  muss Konkurs anmelden. Wie andere Baufirmen hat sie in den Jahren des sogenannten “Tremonti”-Dekretes im Zuge der erlaubten Bauspekulation Großaufträge für Bürokomplexe, Geschäftsräume und Produktionshallen erhalten und vor allem selbst als Bauherr fungiert, mit der festen Überzeugung, der boomenden Wirtschaft knappe Arbeitsräume teuer zum Verkauf anbieten zu können.

Es kam anders. Denn wie die Lemminge hatten sich unzählige Baufirmen und Immobilienspekulanten auf die Möglichkeiten der Tremonti-Norm gestürzt und auf Teufel komm raus jeden möglichen freien Zentimenter zubetoniert. Es gab natürlich keine Nachfrage nach so viel bebauter Fläche, die potentiellen Kunden konnten sich das nie und nimmer leisten (siehe auch Bild und Beitrag von Markus Lobis über Tremonti-Betonblöcke im Dorf Vintl). Also stehen zahlreiche Tremonti-Bauten leer und beginnen zu verfallen oder zu verschimmeln. Andere haben im Laufe der Jahre durch Preisdrücken doch noch Mieter gefunden. Für die Bauherren ist das trotzdem kein Geschäft.

Doch jetzt könnte es doch noch anders kommen für die Tremonti Bau Costruzioni KG: Die Berlusconi-Regierung plant nämlich noch für diese Woche die Verabschiedung eines Dekretes, welches die Vergrößerung bestehender Gebäude ohne jegliche Baugenehmigung um 30% erlauben soll. Nicht auszudenken, welche schwerwiegende Folgen das für Umwelt, Landschaft und Baukultur in Italien haben würde. Aber ist ja wurscht, Hauptsache die Baufirmen haben ein bisschen Arbeit. Dass es sich dabei um ein Strohfeuer handelt, dessen eventuell kurzfristig positive Folgen (Arbeit und Einkommen) schnell verpufft sein werden – diese und andere Fragen zum Thema “Nachhaltigkeit” stellt sich in dieser Regierung niemand. Nach uns die Sintflut.

* Name von der Redaktion geändert

Dario Precario

Dario è un lavoratore precario. Non solo non gli hanno detto se tra sei mesi potrà rinnovare il contratto, nemmeno gli hanno comunicato se avrà l’opportunità di candidarsi per il rinnovo contrattuale. Dario di mestiere fa il segretario nazionale del PD fino alle elezioni primarie previste per ottobre 2009.

Dario Franceschini in questi giorni parla spesso del dramma del precariato. Non del suo, ma di quello vero. Quasi tutte le aziende di media e grande dimensione in questi anni si sono creati un bacino del 15 – 25% di lavoratori precari, dal tempo determinato a quello interinale. In una fase come questa, di crisi, avere l’opportunità di licenziare ad nutum un quarto dei lavoratori, per aziende che devono competere in un mercato flessibile, può essere comodissimo. Ma degli ex precari ora disoccupati non si interessa nessuno. L’azienda Roechling Automotive (ex Seeber) di Laives ha licenziato poco fa 150 interinali. Lo sapevate? Qualcuno ha letto una riga sul giornale? Si parla molto di cassa integrazione e di sussidi di disoccupazione, ma quella riguarda i fortunati, quelli che sono ancora riusciti ad avere un contratto di lavoro vero.

Fa bene Franceschini a dare priorità al tema del lavoro, di quello tradizionale, di quello precario, di quello che non c’è più. Sul lavoro si basa la nostra società.

Sul lavoro, non sulla speculazione edilizia.

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Früher musste ich mir den TG4 mit Emilio Fede reinziehen, um ein bisschen Trash-Fernsehen zu konsumieren. Mein Hirn schaltet dabei um und ich stelle mir vor, das sind nicht die realen Nachrichten, es ist ein Satire-Magazin. Denn wenn ich diesen psychologischen Schutzwall nicht aufbauen würde, müsste ich vor Verzweiflung über die Qualität der Informationssendung laut schreien. Doch so kann ich darüber lachen, indem ich mir einbilde es ist erstklassige Satire. Unvergessen die Episode, als die ganze Nachrichtensendung (30 Minuten) aus dem Spaziergang Berlusconis auf einer Promenade bestand. Nein, nicht die ganze Nachrichtensendung, denn mittendrin war ja ein Werbeblock, wie es sich für Privatfernsehen gehört. Nach der Werbung kam dann der zweite Teil journalistischer Recherche… ähm… von Berlusconis Spaziergang. Kaum zu glauben, dass es Leute gibt die diese Sendung für ein Nachrichtenmagazin halten.

Was früher ausschliesslich der TG4 (Mediaset) war, bringt heute auch der staatliche TG2 (RAI) zustande. Ist irgendwie logisch, wenn der Besitzer des größten privaten TV-Oligopolisten auch noch die Kontrolle über das so genannte öffentliche Fernsehen hat. Wie sagte schon Roberto Benigni: Rovineranno l’Italia, ma almeno ci divertiremo (Sie werden Italien völlig zerstören, doch wenigstens wird es lustig dabei zugehen).
Soeben habe ich ein Stück TG2 mitbekommen und es ist immer toll sich die wahren Nachrichten zwischen den Zeilen zusammenzureimen. Die Nachricht: Giorgio Gabers Werke werden laut Plan von Unterrichtsministerin Maria Stella Gelmini an den Schulen als Bürgerkunde unterrichtet”. Anschliessend wurden Videoausschnitte von berühmten Liedern des linken Liedermachers gezeigt, die bei einigen Alt-68ern sicher Wehmut ausgelöst haben dürften.

Da uns niemand aufklärt, was dahintersteckt, versuche ich diese Nachricht zu interpretieren. Ombretta Colli, die Witwe des verstorbenen “Mister G.”, muß ihr ganzes Eigentum in faule US-Immobilienfonds investiert haben. Colli ist heute Exponentin des “Volkes der Freiheit”, der Berlusconi-Partei – und natürlich die Erbin der Autorenrechte von Giorgio Gaber. Colli braucht Geld, und Freundin Maria Stella hat schon einen diabolischen Plan parat! Gaber wird Pflichtprogramm für alle, und das wird ein großes Geschäft. Continue Reading »

Questa mattina, come ogni mattina, centinaia di migliaia di concittadini altoatesini – tedeschi, italiani, ladini o di altra madrelingua – si alzeranno ed andranno a lavorare, a studiare, a fare la spesa e i lavori casalinghi, a trascorrere il loro tempo libero. Gran parte di loro troverà, al lavoro o in altri luoghi di incontro, concittadini di altra madrelingua. Come ogni giorno, dal loro dialogo e dalla loro collaborazione, spesso basata sull’uso di più di una sola lingua, nasceranno o saranno portati avanti progetti, studi, lavori semplici e complessi, che contribuiranno alla ricchezza e alla crescita sociale e personale.

Ciò che qui scrivo, ci potrà sembrare talmente ovvio che qualcuno si chiederà perché lo trovo degno di nota. La ragione è che è tutt’altro che ovvio. Osservando la vita politica dell’Alto Adige infatti, fratture, incomprensioni e divisioni (tra i gruppi linguistici ed in particolare tra i partiti di destra) sono all’ordine del giorno. Ma non capita mai (o meglio, capita raramente), che i timori che molti hanno per la sopravvivenza del proprio gruppo linguistico si tramutino in motivo di disprezzo personale. Si potrebbe dire che “lo scontro etnico è secolarizzato”. Trova spazio nei dibattiti politici, sui giornali, nelle urne. Ma non nella vera vita di tutti i giorni: qui la necessità di convivere, di collaborare, di aiutarsi, è molto più forte di ideologie e patriottismi di gruppo linguistico. E ciò è una grande fortuna per la nostra terra con riflessi sociali ed economici per tutti noi. Continue Reading »

In den letzten Wochen wurde ich in Smalltalks von mehreren Bekannten auf die Krise der Demokratischen Partei in Italien angesprochen. Einige meiner Gesprächspartner reagierten schockiert auf meine Feststellung, dass Berlusconi die Weltanschauung der Bürgerinnen und Bürger “genetisch” verändert hat in den letzten 10 Jahren, und jetzt die große Ernte einführt. Die internen Streitereien in der Demokratischen Partei verschlimmern daher nur eine tiefe Krise, die an sich aber andere Ursachen hat: Unsicherheit, Misstrauen, eine Zukunftsangst, die stärker ist als die Hoffnung. Diese Feststellung finde ich auch in Ilvo Diamantis Beitrag in der heutigen Ausgabe der Repubblica. Berlusconi nutzte die Politik dazu, vor allem aber nutzte er die Möglichkeiten seiner Medien.

Die Veränderung der Gesellschaft in den letzten 15 Jahren ist tief. Verängstigung und Egoismus haben sich breit gemacht und auch viele ehemals demokratisch und links orientierte Menschen sind nicht immun dagegen.

Sie spalten sich in zwei Gruppen: die einen sind derart desillusioniert von der Politik, dass sie sich enthalten, kaum noch Zeitung lesen und verfolgen wollen, was in Italien passiert. Eine Art innere Migration also. Die andere Gruppe hat sich von den Themen Berlusconis vereinnahmen lassen.

Zum Beispiel, dass Sicherheit wichtiger ist als Arbeit oder Bildung. Wobei es nicht um die reale Sicherheit gibt, sondern um die Ideologie der Verteidigung gegen das Böse. Wenn die Lega die Waffengesetze aufweichen will, um den Bürgern Selbstverteidigung zu ermöglichen, wenn Bürgerwehren statt der Polizei die Städte absichern sollen, dann macht das dieses Land nicht sicher, aber es gibt den Leuten das Gefühl, das etwas getan wird bzw. das sie etwas tun können. Man muss nicht “Bowling for Columbine” gesehen haben um zu ahnen, dass der wirkliche Effekt derartiger Maßnahmen das genaue Gegenteil bringt: Weniger Sicherheit, mehr Opfer von Gewalt. Aber im TG4 ist davon keine Rede, und in den anderen Nachrichten auch nicht.

In questi giorni i media hanno ripreso l’argomento del “ritorno al nucleare”. Ci ricordiamo: all’inizio del 2008 Berlusconi, in campagna elettorale, include la proposta di costruire centrali nucleari nel belpaese nel programma della sua lista ”Il popolo della libertà Berlusconi presidente”. Forte del risultato elettorale, ora il governo punta a mantenere la promessa. Il primo passo concreto per attuarla è un patto con la Francia. Non c’è dubbio, lavorare con un paese che ha una propria industria nucleare forte sembra una scelta intelligente. L’Italia, che non ha un proprio ciclo per i combustibili nucleari, potrebbe inserirsi in quello francese, almeno per un primo periodo. Il vantaggio è il risparmio di risorse per costruire un ciclo completo (dall’arricchimento dell’uranio alla gestione dei rifiuti), ma lo svantaggio è la dipendenza da un altro paese. Per i francesi invece ci sono quasi solo vantaggi: hanno già un sistema e gli impianti e riescono a sfruttarli meglio vendendo tecnologia e soluzioni all’Italia.

Queste considerazioni a parte, restano grandi dubbi sul ritorno dell’Italia alla tecnologia nucleare. Anche ignorando i problemi di sicurezza e pure il trattamento delle scorie (un problema che nemmeno la Germania o gli Stati uniti hanno risolto!), i costi ed anche i tempi per tornare all’energia atomica sono talmente grandi che nessuna azienda privata nel settore dell’energia costruisce o pianifica impianti di questo tipo. Per un motivo banale: non conviene, non rende. Oggi ci sono energie come l’eolico che costano meno e si costruiscono non in 10 anni, ma in 10 mesi.

Per questo, il ritorno al nucleare berlusconiano non è altro che uno spot: Berlusconi vuole essere “l’uomo del fare” che con grandi opere risolve i problemi della povera italia. Non funzionerà. Ma qualché impresa di consulenza e pianificazione si arricchirà di sicuro. Solo per fare il “piano” del nucleare. Senza nemmeno iniziare gli scavi per la prima centrale. Per risolvere i problemi energetici, meglio puntare sul risparmio.

piusbrueder

Langsam zeigt sich, wie tief sich die Opposition durch die Landtagswahlen verändert hat. Der streitbare Markus Lobis schreibt als Incipit in sein Blog (gek.):

»Im Südtiroler Landtag sitzen jetzt acht theutsche Rechte, fünf italienische Rechte [...] und zwei Grüne…«

Die Demokraten sitzen in der Regierungskoalition, und die von drei auf zwei Abgeordnete geschrumpfte Grüne Fraktion hat die Aufgabe, allein Opposition aus linker Sicht zu betreiben. Ein Dilemma. Denn einerseits ist die Opposition stark wie nie, und das böte eigentlich auch den Grünen mehr Stärke. Andererseits ist die Opposition brutalst von der entgegengesetzten Weltanschauung dominiert: Dreizehn zu zwei für die Rechten. Die Grünen versuchen, so gut es geht ihre Oppositionsarbeit zu machen.

“Die Grünen kritisieren, dass die SVP nicht den Vorschlag der Freiheitlichen angenommen hat” tönte es heute aus den Radionachrichten. Ich habe nicht nachgeforscht, ob  die Mitteilung der Grünen wirklich so Pro-Freiheitliche war. Aber es ist nicht das erste Mal in den letzten Monaten, dass der Medien-Konsument den Eindruck bekommt, die Grünen seien die Handlanger von Pius, Ulli & Co. Denn auch beim “Fall” Burgi Volgger kamen ähnliche Töne aus den Medien. Immer öfter fällt es mir schwer, zu verstehen was die Grünen und die Blauen unterscheidet. Auf jeden Fall profitieren davon die Blauen, die durch ihre geschickte Kommunikation (und auch durch die Stärke ihrer Fraktion) die Oppositionsführerschaft unmissverständlich klar übernommen haben. Die Grünen spielen die zweite Geige – das wäre an sich auch nicht schlimm – wenn es nicht die zweite Geige im tief-blauen Orchester wäre. Pius dirigiert – so sieht es zumindest für die Medien-Konsumenten aus – auch das grüne Duo.

Kann sich die grüne Fraktion von der blauen Vereinnahmung lösen? Kann sie sich trotzdem als schlagfertige Opposition positionieren und von den Medien und Wählern als solche wahrgenommen werden? Ich gehe nämlich davon aus, dass Dello Sbarba und Heiss sich nicht aktiv hinter die Freiheitlichen stellen. Ich gehe eher von Betriebsunfällen und Kommunikationsproblemen aus. Doch für den politisch mässig interessierten Wähler stellt sich irgendwann die Frage, was die Grünen in der Rechtsopposition machen. Die Rechtsopposition ist allgegenwärtig. Sie ist deutsch (F, SF, Union), italienisch (Seppi, PDL) und seit neuem sogar “interethnisch” (Artioli). Es wird eng für die Grünen, ihre starke, gewachsene politische Kultur in Südtirol sichtbar zu halten. Und es ist unverständlich, wenn sie gemeinsam mit den Freiheitlichen gegen die einzigen weiteren noch im Landtag verbliebenen linken Elemente feuern: Gegen die Arbeitnehmer der SVP und die Demokraten. Ob Sepp Kusstatscher und Brigitte Foppa da einen Ausweg wissen?

Er hat es getan.

pierluigi_bersani

Pierluigi Bersani hat es getan. Er hat vor wenigen Tagen seine Bereitschaft angekündigt, die Führung der Demokraten zu übernehmen. Viele hatten sich gewundert, dass Bersani es vor zwei Jahren noch ablehnte, und sich bei den Vorwahlen (die auch gleichzeitig die Gründung der Partei waren) im Oktober 2007 darauf beschränkte, Walter Veltroni zu unterstützen.

Bersani ist kein unbeschriebenes Blatt. Geboren in Bettola, einem Kuhdorf in der piazentinischen Provinz, wo die Emilia Romagna an die Lombardei grenzt, war der mittlerweile 58 Jahre alte Bersani seit 1993 Präsident der Region, wurde 1996 Wirtschafts- und später Transportminister. Derzeit ist Bersani Abgeordneter der demokratischen Opposition im italienischen Parlament. Als erfahrener Wirtschaftsfachmann Pierluigi Bersani hat seine politische Karriere in der säkularisierten emilianischen Kommunistischen Partei der 80er Jahre begonnen. Die KPI war in der Region permanent an der Regierung, beherrschte Provinzen und Rathäuser. Die KPI musste beweisen, besser für die Menschen zu sorgen als die Democrazia Cristiana (DC), also arrangierte man sich früh mit Unternehmertum und Kapitalismus, und mit der Kirche. Genau diese Eigenschaften treffen auch auf Bersani zu. Anders lässt sich nicht erklären, warum Bersani selbst bei den Unternehmern beliebt ist. Warum ihm selbst konservative katholische Kreise wohlgesonnen sind, die sonst nie auch nur darüber nachdenken würden, einen PD-Vertreter den Rechtsparteien vorzuziehen. Continue Reading »

Il settimanale Der Spiegel dedica un lungo articolo alla Libera Università di Bolzano (link a edizione online). Come annuncia già l’occhiello (“Uni-Perle Bozen”) l’autore Jan Friedmann parla bene dell’ateneo provinciale. Le piccole inesattezze del testo ci possono regalare qualché sorriso. Ma non è mai facile spiegare l’Alto Adige agli estranei, e tutto sommato Friedmann ci riesce pure bene.

Nessuna virgola però sullo scandalo sprechi che ha fatto tanto discutere nell’ultimo periodo in provincia. La Lub esce come “lussuosa Università a prezzi bassi” (per gli studenti). Manca anche un riferimento politico importante, quello che riguarda la lunga lotta per avere l’Università a Bolzano. Friedmann si limita a dire che il partito di raccolta ha deciso di costruire l’ateneo. Sarebbe giusto ricordare che per decenni proprio la SVP ha bloccato questo sviluppo. La lotta politica dei partiti di sinistra, da Jenny a Gouthier e a Langer, fino a raggiungere parte della corrente Arbeitnehmer della stessa SVP. E’ stato poi Luis Durnwalder a convincere, negli anni 90, il suo partito dell’importanza di una struttura universitaria a Bolzano, “senza togliere importanza alla Landesuniversität di Innsbruck”.

Nonostante le polemiche e le giuste critiche sugli sprechi sono convinto della bontà della decisione di costruire la LUB ed anche del contributo che propone alla città di crescere culturalmente ed economicamente. Da quando c’è l’Università, nuove persone hanno scelto di vivere a Bolzano per studio o insegnamento, e questo aiuterà l’Alto Adige a diventare ciò che è la sua vocazione: un ponte tra nord e sud dell’Europa.

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